Donnerstag, 2. April 2015

Vegan Wednesday #135 - hier wird gesammelt

APRIL, APRIL!
der april macht was er will und als kleinen aprilscherz gibt's erst heute das sammelposting zum 135. vegan wednesday.

am liebsten hätte ich eine bunte mischung von osterleckereien und anderen farbenfrohen tellerchen, weils draußen schon wieder grau in grau ist. schnee wechselt sich mit regen und sonne ab und dann gehts wieder von vorne los.

alle infos zum vegan wednesday findet ihr hier und nun gehts wie gewohnt weiter; bis samstag abend habt ihr zeit mir euren link hier zu posten, damit wir am sonntag damit beginnen können ein hübsches board zu pinnen.

legt los, schürze an, kochlöffel geschwungen, fotografiert und gemampft.

Sonntag, 29. März 2015

{Food} Österliches Apfelschlangerl

eine typische, österreichische süßspeise hab ich euch heute an diesem etwas tristen sonntag mitgebracht. ich glaube, dass ich schonmal erwähnt habe, dass meine oma das beste apfelschlangerl der welt macht?! letztes wochenende wurde ich wieder daran erinnert, denn sie hat extra für mich welches gebacken.

das traurige daran? das apfelschlangerl von der oma ist alles andere als vegan. nun saß ich also wie die katze vor dem mäuseloch, doch auch alles anstarren der köstlichkeit machte es nicht veganer.
oma hat sich sogar mit einer meiner cousinen hingesetzt und durchgeschaut was daran nicht vegan ist,  doch ihrer meinung nach schmeckt das doch alles ohne butter und ei nicht.

meine mission war also klar: das beste apfelschlangerl der welt veganisieren.

nun was ist denn eigentlich ein apfelschlangerl und wieso heißt es so? es handelt sich dabei um eine art strudel, gefüllt mit äpfeln, aber nicht aus strudel- oder blätterteig, umhüllt werden die äpfel von mürbteig - und nein, es ist kein strudel, es ist eben ein schlangerl.
woher sich "schlangerl" ableitet konnte mir weder die verwandtschaft noch google beantworten. drum hab ich mir selbst ein paar gedanken gemacht und bin zu zwei möglichen erklärungen gekommen:
entweder nennt man es schlangerl, weil strudel früher in schneckenform gelegt und so gebacken wurden; oder es stammt vom wort "schlankel", das so viel wie schlawiner/gauner bedeutet.

rezept: (für zwei kleine od. ein großes schlangerl)
für den teig
150g universal mehl
120g alsan od. earth balance
2 el wasser
1 el apfelessig
1 el apfelmus

für die fülle 
3 mittlere äpfel
1 gestrichener tl zimt
2 el rohrzucker
4 el apfelmus
schalenabrieb einer zitrone


1. zuerst alle zutaten für den teig mit den knethaken des handmixers zu einer schönen teigkugel verarbeiten. in frischhaltefolie hüllen und für etwa 1 stunde im kühlschrank ruhen lassen.

2. die äpfel entkernen und dann zuerst in dünne scheiben, danach in stifte schneiden. mit zimt, apfelmus, rohrzucker und zitronenschale vermischen und den rohrzucker unterheben. kurz stehen und durchziehen lassen.

3. die teigkugel (für zwei kleine strudel) halbieren und jede hälfte sehr dünn rechteckig ausrollen. hierzu habe ich den teig bemehlt und zum ausrollen backpapier untergelegt. das hat den vorteil, dass ihr mithilfe des backpapiers den teig - trotz der dünne - sehr gut über die äpfel breiten könnt.
in die mitte des teiges etwas von der apfelmischung verteilen und dann zuerst die langen seiten drüber schlagen, danach die seiten einschlagen.

vor dem backen im vorgeheizten backofen (165 grad) mit etwas geschmolzener pflanzlicher butter bestreichen und danach für 35-40 minuten ins rohr schieben.


das schlangerl ist fertig, wenn es oben schön golden braun geworden ist.
natürlich konnte ich nicht abwarten, bis die apfelherrlichkeit abgekühlt war, ich musste mein erstes stück gleich noch warm aus dem ofen probieren und ich kann dazu nur so viel sagen: traumhaft! bei einem stück ist es mittlerweile nicht geblieben, ein kleiner strudel musste schon dran glauben.

das beste am apfelschlangerl: es passt einfach immer! egal ob zum kaffee am nachmittag, als mitbringsel zur party oder zum osterbrunch, der ja bereits in den startlöchern steht.
beim nächsten oma-besuch werde ich mit sicherheit eines mitbringen, um meiner lieben oma zu beweisen, dass es weder butter noch ei bedarf um ihrer herrlichkeit nahe zu kommen.

Mittwoch, 18. März 2015

{Food} Ostern steht vor der Tür

nicht mal mehr 3 wochen bis ostern, da muss schonmal geplant werden was zum brunch gereicht wird, ob süß oder lieber pikant oder am besten beides.

sehr beliebt zu ostern ist gebäck aus hefeteig. da ich großer fan von hefezöpfen zum osterbrunch bin, solls auch dieses jahr hefig weiter gehen. zwar bin ich nicht aus kärnten, trotzdem möchte ich euch heute den herrn kärntner reindling vorstellen; ein traditionelles oster-gebäck aus hefeteig mit rosinen, zimt und zucker - gewöhnlich wird der reindling zum osterfrühstück mit schinken und eierkren gegessen.


rezept: (für eine große gugelhupfform)
450g dinkel-vollkorn mehl
1el sojamehl
1tl salz
60g vollrohrzucker
schalenabrieb 1/2 zitrone
1 packung trockenhefe
250ml mandelmilch
70g alsan
1el sonnenblumenöl

für die füllung
250g rosinen
100ml orangensaft
1/2tl zimt
2-3el vollrohrzucker
etwas geschmolzene alsan






1. mehl, sojamehl, salz, zitronenschale und zucker in einer rührschüssel miteinander vermischen. in einem kleinen topf die pflanzenmilch erwärmen und die alsan darin schmelzen und das öl zugeben. das gemisch sollte lauwarm sein (damit ihr die hefe nicht tötet), bevor nun die packung trockenhefe eingerührt wird. so lange verrühren, bis sie komplett aufgelöst ist.

2. nun die flüßigkeit zu den trockenen zutaten in die schüssel geben und zuerst mit einem löffel oder teigschaber unterheben. danach mit den knethaken des mixers zu einer glatten teigkugel verarbeiten. abgedeckt für 60 minuten an einem warmen ort gehen lassen.

3. den teigklumpen aus der schüssel nehmen und nochmals gut durchkneten. erneut abgedeckt für 20-30 minuten gehen lassen. in der zwischenzeit die rosinen in einer schüssel mit zimt und orangensaft vermischen und 30 minuten einweichen lassen.

4. den teig nach der neuerlichen gehzeit zu einem großen rechteckt ausrollen (etwa 1/2cm dick) und mit etwas geschmolzener alsan bestreichen.
tipp: zum ausrollen das nudelholz mit frischhaltefolie umwickeln, das spart die zunehme von mehr mehl.
nun die rosinen abgießen und auf dem rechteck verteilen, die ränder etwa 3 cm breit frei lassen. über die ganze fläche zucker verteilen und an den rändern noch etwas mehr zimt streuen. nun das ganze zu einer rolle einrollen und in eine gefettete gugelhupfform legen.

mit etwas pflanzenmilch oder alsan bestreichen und für 50 minuten bei 160 grad im vorgeheizten backofen verstauen.


ich muss sagen, dass ich noch nie einen solch perfekten, elastischen hefeteig hinbekommen habe wie diesmal. vielleicht war es das zusätzliche sonnenblumenöl?! ich weiß es wirklich nicht; aber eines weiß ich, niemals wieder werde ich hefeteig anders zubereiten. 

habt ihr schon einen plan, was es bei euch zum osterfrühstück geben soll oder gibts sowas bei euch gar nicht? 

habt ihr noch lust auf weitere oster-rezepte? ich hab auf jeden fall noch eine ganze liste an österlichen rezepten, die es noch auszuprobieren gilt. 

Donnerstag, 12. März 2015

{Food} Körndl + Körndl = Brot

vor einiger zeit war das life changing bread tatsächlich in aller munde. freunde haben mir von diesem herrlichen "brot" ganz ohne mehl, dafür mit jeder menge schmand und ei und überhaupt nur unveganem zeug erzählt.
aber genau das sollte meine herausforderung sein und ich habe mich eingelesen und gesucht und gesucht; leider ist nichts geglückt und so habe ich aufgegeben - bis heute. denn endlich habe ich ein rezept gefunden, das etwas taugt und das ein herrliches brot komplett ohne mehl entstehen lässt.
vielen dank an dieser stelle an juli, denn ihr rezept diente mir als vorlage.

hier kommt es also, das brot das keines ist aber irgendwie doch aber auch nicht.

rezept: (für eine große kastenform)
150g müsli basismischung (haferflocken + leinsamen)
130g kürbiskerne
80g leinsamen
70g mandeln
2tl chia samen
4el flohsamenschalen
1tl rosmarinnadeln
1tl meersalz
1el ahornsirup (alternativ: agavensirup)
3el geschmolzenes kokosöl
350ml wasser




1. alle trockenen zutaten in einer großen schüssel miteinander vermischen. danach ahornsirup, geschmolzenes kokosöl und wasser miteinander vermischen und zu der körner-nuss-mischung geben. wirklich gut miteinander vermischen und in eine brotbackform mit backpapier ausgelegt übersiedeln.
tipp: das störrische backpapier befeuchten und zerknüllen, danach lässt es sich perfekt in die form einpassen.

2. nun muss die masse für mindestens 2 stunden, am besten über nacht durchziehen und quellen.
den backofen nun auf 175 grad vorheizen und das brot darin für 20 minuten backen. nun aus der form nehmen und für weitere 30-40 minuten direkt auf dem rost goldbraun backen.

3. bevor ihr das brot anschneidet, unbedingt vollständig auskühlen lassen. danach könnt ihr es wie gewöhnliches brot verwenden, es ist für alle beläge offen.



ich hätte wirklich nie gedacht, dass brot alleine aus körnern und nüssen tatsächlich funktioniert und zudem auch noch schmeckt - ich bin begeistert und will am liebsten gar kein anderes brot mehr auf dem teller sehen. sogar der liebste hat sich dran getraut es zu probieren - zuerst zwar etwas skeptisch - und es hat ihm super geschmeckt.

ihr könnt natürlich alle körner in der gleichen menge durch eure lieblinge ersetzen, auch sonnenblumenkerne oder hasel- bzw. walnüsse machen sich wunderbar darin.
besonders gut geeignet für die fastenzeit für diejenigen, die sowieso auf mehl verzichten wollen und durch die vielen körner super gesund.

habt ihr das brot schonmal ausprobiert?

Montag, 9. März 2015

{Food} Kichercrepe - die Flunder unter den Falafeln

falafel müssen ja nicht immer rund und in bällchenform sein; das beweise ich euch heute mal. es geht auch ganz anders und zwar sehr flach, wie eine flunder eben.
palatschinken oder crepes mag ich sehr gerne und am liebsten in der pikanten form oder in die suppe geschnibbelt. ausprobiert habe ich auch schon viele varianten mit unterschiedlichem mehl, mal mit gemüse mal ohne usw.

heute gibts mals platte falafel mit mango-salsa

rezept: (für 4-5 crepes und ordentlich salsa)
für die crepes
150g kichererbsenmehl
150ml kohlensäure haltiges mineralwasser
100g geraspelte zucchini
1/2 tl kurkuma
salz und pfeffer
etwas chilipulver
1 tl backpulver
1 bund petersilie (gehackt)

für die salsa
1 kleine feldgurke
einige cherrytomaten
1 avocado
1 kleine, rote zwiebel
1 jungzwiebel
1 mango
spinat und rucola

dressing aus: olivenöl, apfel-basilikum-balsamico, ahornsirup, scharfer senf


1. die zucchini sehr fein raspeln und das kichererbsenmehl abmessen. alle restlichen zutaten in einer großen schüssel miteinander vermengen, am besten mit dem schneebesen. sollte der teig zu zäh sein, einfach noch etwas mineralwasser nachgießen.

2. in einer mittleren pfanne 1 el olivenöl erhitzen und mit einem schöpflöffel eine portion in die pfanne leeren. relativ rasch vorsichtig platt drücken und warten, bis die ränder gebräunt sind. dann mit einem pfannenwender wenden und von der anderen seite knusprig braten. so oft wiederholen, bis der ganze teig aufgebraucht ist.

3. während die küchlein braten alle zutaten (außer den spinat) für die salsa in kleine würfel schneiden bzw. den rucola hacken und miteinander und mit dem dressing vermischen.
mit spinatblättern toppen und dann entweder getrennt oder gleich mit der salsa oben drauf servieren.


ein super feines abendgericht, in der kombi mit der salsa auch noch super fruchtig und einfach mega lecker. mir hats jedenfalls super geschmeckt und bewiesen, dass falafel nicht immer frittierte bällchen sein müssen, es geht auch mit viel weniger fett und einem gesunden topping oben drauf.
das obst im salat könnt ihr auch nach belieben verändern, ich stelle mir auch ananas oder etwas weniger exotisch apfel sehr fein darin vor.

vor allem aber kommt im grauen winter wunderbar farbe auf den teller. ich bin fan! 

Mittwoch, 4. März 2015

Vegan Wednesday #131 - hier wird gesammelt

guten morgen ihr lieben, diese woche wird wieder bei mir gesammelt. wie gehts euch denn? hat euch auch die böse grippe erwischt oder ists schon wieder eher am abklingen?
fastenzeit oder über die stränge geschlagen? 

bei uns wird es immer sonniger und die ersten frühlingsboten ragen schon ihre köpfchen aus der erde. endlich wieder wärmer und die sonne lacht einem auch mal entgegen.

alle infos zu unserem projekt könnt ihr hier nachlesen und somit freue ich mich jetzt schon darauf eure tollen kunstwerke dieser woche zu bewundern.