Donnerstag, 30. Oktober 2014

Vegan Wednesday #114

uuuuuuaaaaahhhhhhhhh es gruselt sehr, denn morgen ist halloween. zuerst ist aber noch vegan wednesday und wie bei angie bereits angekündigt gibts auch bei mir gleich noch was super gruseliges für euch. auch frau schulz hat eine ganz monströse torte aufgetischt.

dieses jahr wollte ich eine grauenvolle hauptspeise zu halloween für euch kreieren. da ich vor kurzem das wundervolle buch von sophia bekommen habe (dazu bald mehr) in dem sich ein rezept  für grünes brot befindet war die grundzutat schnell geklärt: schimmelbrot!

lila und orange sind auch immer gern gesehene halloween-farben. somit schnell einen blaukraut-hummus gemixt und eine kaki aufgeschnibbelt. ketchup als blut - eh klar. aber irgendein horrormäßiges topping musste noch her. ein rausgefallenes auge!

aber seht doch einfach selbst - warnung: wer nicht nerven wie drahtseile hat der sollte an dieser stelle lieber aufhören zu lesen und vor allem die fotos anzuschauen!

hier kommt er: schimmeliger ekelburger mit lila glibber und augentopping 

rezept:  
für das brot
1 packung trockenhefe
2 el ahornsirup
200g tk-spinat
350g dinkelvollkorn mehl
2 tl salz, 2 el olivenöl
100ml lauwarmes wasser, ein paar pistazien (gehackt)

für den glibber-hummus
400g gekochte kichererbsen
2 el tahin, 1 knoblauchzehe
1 hand voll gehacktes blaukraut

für das auge
200g weiße bohnen
2 tl sojamehl + 4 tl wasser
35g dinkel paniermehl
1 knoblauchzehe
salz und pfeffer
öl zum rausbraten



1. zuerst das brot ansetzen. dazu die hefe zusammen mit ahornsirup in einer kleinen schüssel verrühren, bis eine cremige masse entstanden ist. den blattspinat in einer küchenmaschine pürieren und mehl mit salz in eine rührschüssel geben. in die mitte eine mulde drücken und öl und das hefegemisch einfüllen. mit wasser auffüllen und mit den knethaken eines mixers zu einem homogenen teig verarbeiten. spinat untermengen und gut durchkneten.
nun muss der teig für 1/2 stunde an einem warmen ort gehen.

2. während der gehzeit alle zutaten für den hummus in eine küchenmaschine füllen und durchmixen bis die bekannte konsistenz entstanden ist. inzwischen kalt stellen.

3. die weißen bohnen abgießen und gut spülen. dann pürieren und mit den restlichen zutaten vermischen, bis sich patties formen lassen (eventuell braucht ihr etwas mehr paniermehl).
kugeln und laibchen daraus rollen und pressen und ebenfalls beiseite stellen.

4. aus dem brotteig auf einer bemehlten fläche kugeln formen und auf einem blech leicht andrücken, um die typische brötchenform zu erreichen. den backofen auf 200 grad vorheizen und 35-40 minuten backen, bis die brötchen schön aufgegangen sind.

5. die laibchen und kugeln in öl braten (nicht zu lange, sie sollen sehr hell bleiben) und den ekelburger gestalten.


zuerst eine schicht glibber-hummus, dann ein paar schleimige gurkenscheiben, eine kakischeibe, das laibchen, nochmal etwas hummus und den schimmeligen deckel draufsetzen.
eines der bohnenbällchen in der mitte mit einem olivenring als pupille garnieren und mit einem zahnstocher etwas ketchup rundherum verteilen.


und schon kann die schaurige kreation "genossen" werden.
der burger ist natürlich nicht wirklich eklig, er sieht bloß so aus. geschmacklich ist er wunderbar vor allem mit einem extra klecks blut.

was gibts bei euch so zu halloween? verkleidet ihr euch?

habt es jedenfalls schrecklich-schauderhaft!
gesammelt wird diese woche übrigens bei petzi

Samstag, 25. Oktober 2014

{zu Besuch} bei Lela - the Redhead

sorry ihr lieben, bei mir gehts mal wieder drunter und drüber, deswegen habt ihr länger nichts von mir gehört - das soll sich aber wieder ändern und heute gibts mal kein rezept, sondern einen kleinen bericht mit interview.

denn vor etwa 2 wochen war ich zur studio eröffnung von lela alias the redhead eingeladen.
nun fragt ihr euch bestimmt wer lela ist und was für ein studio sie eröffnet hat (wenn ihr allerdings in wien lebt und euch diese frage stellt, dann schämt euch! :-p)


lela ist gelernte friseurin und hat sich auf das vegane frisieren und färben spezialisiert. in ihrem neuen studio kann man sich aber nicht nur aufhübschen lassen, dazu allerdings später mehr.
wenn man den neuen laden betritt, dann merkt man sofort, dass es sich um keine 0815 location handelt. lela hat alles selbst und mit viel liebe und kreativität eingerichtet - alles andere hätte mich auch stark verwundert, denn nur so kenne ich sie.


um denen, die lela noch nicht kennen einen kleinen einblick in ihr leben und ihre arbeit zu geben, konnte ich sie für ein interview gewinnen:

1. wie ist dein werdegang und was hat dich ins friseurbusiness verschlagen? 
lela: ich hab lange gebraucht um auf den richtigen weg zu kommen, obwohl es sich eigentlich schon ziemlich früh abgezeichnet hat - im wahrsten sinne des wortes. im kindergartenalter hab ich schon mit lippenstiften die wände meiner verwandten veredelt und meinen ersten konvexen pagenkopf an meiner barbie geschnitten.

mit 14 mussten meine cousinen und meine schwester dran glauben, dass ich genau weiß welcher lidschatten und welche frisur für sie richtig sind, wenn ich sie für meine ersten shootings mit meiner analog kamera abgelichtet habe und in meinem freundebuch aus der schulzeit steht, dass ich unbedingt maskenbildner werden will.
aber daran konnte ich mich lange zeit nicht erinnern und schlug mich jahrelang mit dem gymnasium herum. wirklich bewusst dafür entschieden habe ich mich mit 22 jahren, als mein 2 jähriges praktikum als grafikerin endete und mein damaliger freund mich "zwang" einen richtigen beruf zu erlernen.
zwei monate später fand ich mich in einer friseurlehre wieder und war darüber eigentlich gar nicht glücklich. der weg war das ziel. ich wollte nicht einfacher friseur werden, sondern maskenbildner! doch mit der zeit und den aufgaben als lehrling wuchs meine liebe zum beruf und schnell wusste ich dass mich der job als maskenbildner nicht ganz so glücklich machen würde, wie der des friseurs.


2. ich kenne in wien sonst keinen friseur mit veganem angebot, wie bist du dazu gekommen? 
lela: nach einigen jahren als gesellin beschloss ich mich weiterzuentwickeln und die meisterprüfung abzulegen. gleich zu beginn meiner selbstständigkeit lernte ich sabine kennen.
sie hat mir den anfang in der selbstständigkeit sehr vereinfacht und mich geprägt. ich als typischer '7 tage die woche fleischesser'  traf mit ihr als veganerin auf eine komplett neue welt. und so kam es dazu, dass zur fastenzeit eine lapidare wette den startschuss für ein vollkommen neues leben gab.
40 tage vegan.
zu beginn war es ein reines experiment. ausschlaggebend war für mich zu beginn vor allem der gesundheitliche aspekt und der co2 abdruck, den wir hinterlassen.
was ich anfangs aber noch nicht wusste war, dass ich mich 40 tage später fragen werde wie ich in meinem job weiterhin bestehen kann.
es war mir wirklich peinlich festzustellen, dass ich selber wie ein blindes huhn agierte. ich schluckte alle informationen bezüglich beauty- und friseurprodukte in jedem seminar und jeder zeitschrift ohne ein einziges mal zu hinterfragen ob dafür tiere leiden mussten.
mir ging es wie jedem der diesen prozess durchmacht - man stellt fest wie leichtgläubig und naiv man sich einem system hingibt.
auf jeden fall waren mir danach zwei dinge klar:
1. die challenge endet nicht nach 40 tagen.
2. ich kann und will nicht mit den produkten weiterarbeiten die solche grausamkeiten auf sich nehmen.

das war recht schwierig, immerhin war ich gerade erst 4 monate selbstständig und schon hatte ich beschlossen mein gesamtes konzept über bord zu werfen und mich auf ein neues terrain einzulassen bei dem es nicht all zu viel feedback noch auskünfte für profiprodukte gab. viele recherchen und testläufe waren die folge bis ich mit ein klein bisschen stolz ein komplett tierversuchsfreies und veganes angebot anbieten konnte.
ich bin froh diesen schritt gegangen zu sein und jeden tag mein geschäft mit dem wissen aufzusperren jedem kunden ein stück gutes gewissen mit auf den nach hause weg zugeben.

3. man kann sich bei dir ja nicht nur die haare schön machen, was hast du denn in deinem neuen studio noch so zu bieten?  
lela: ich liebe haare.
die Struktur, deren bewegung und deren charakter sowie eigenwilligkeit. jedes ist anders und einzigartig. aber einer der gründe mich selbstständig zu machen lag auch darin meinen weiteren passionen raum zu geben. zu oft wartete ich als angestellte stundenlang umsonst und malte mir aus wie ich jetzt meine zeit nutzen konnte.
zum beispiel waren hochzeitsstylings immer schon mein baby. der tag auf den alle hin fiebern. ich liebe es make ups zu machen und mich selbst auszuprobieren. neue wege zu gehen und sachen per hand zu formen.
meine größte leidenschaft neben dem friseurhandwerk gehörte aber der fotografie.
mir sind 'normale' menschen wie du und ich lieber als jedes fashion shooting. ich freue mich wie ein kleines kind wenn ich etwas unschuldiges und ungestelltes einfangen darf. nichts ist echter als das jetzt.
ich liebe die abwechslung zwischen beiden berufen - dem friseur & visagist und dem fotografen. somit biete ich beide tätigkeiten in meinem studio an, die sich zb. bei einem umsytling super miteinander kombinieren lassen.
konkurrenzdenken ist nicht teil meiner welt. ich habe kein problem wenn kunden nur einen teil bei mir buchen, ich denke der endkunde selbst muss sich wohlfühlen.
wenn ich einen kleinen teil dazu beitragen kann, freut sich mein herz. 

4. wenn du ein produkt wärst, welches wäre es? 
lela: friseurtechnisch bin ich ein direktzieher.
darunter versteht man einen farbaufrischer der ohne einwirkzeit seine kräftige farbe sofort abgibt. er lässt sich nach 6-12 haarwäschen langsam auswaschen und du musst selber entscheiden ob du den gleichen weg nochmals gehst oder etwas anderes ausprobierst.

menschen die offen für neues sind, nehmen bei mir gerne neue erfahrungen mit.
ich denke genau so ist es auch mit dem veganismus. kunden kommen zu mir und ich freue mich ihnen mit rat und tat zur seite zu stehen. und wenn jemand zumindest etwas für nur "6-12 haarwäschen" mit nach haus nimmt und umsetzt, hab ich schon etwas bewirkt.

fotografisch bin ich ein polaroid foto.
ich bin in einem moment gemacht, mit dem einen ausdruck im gesicht und der stimmung die gerade ist und man kann es nicht mehr ändern. und das ist gut so. sei wie du selbst bist und nicht der klon von hunderten anderen. es ist egal ob du heute größere augenringe als sonst hast, wir alle sind fehlbar und das macht uns einzigartig. das einzig wichtige ist, wenn du das polaroid jahre später in der hand hälst, dann spürst du für einen bruchteil einer sekunde genau dieses gefühl von damals. das leben ist großartig, da muss man selber nicht so viel tun und machen.

5. was macht für dich eine gelungene frisur aus?
lela: für mich ist eine frisur dann gelungen, wenn mein/e kunde/in das erste mal zu hause ohne hokus pokus seine haare stylen kann. ich bin kein fan von extravaganten techniken die viele produkte und werkzeuge vorraussetzen. gerne zeige ich ein paar einfache kniffe wie man sich zu hause am leichtesten tut und erzähle meinen kunden welche produktalternativen es gibt. ich biete meinen kunden aber auch an sich selber zu föhnen und stylen oder mit nassen haaren zu gehen.
wenn meine frisur dann bestand hat, weiß ich, ich hab alles richtig gemacht.
 


der abend bei lela war sehr gelungen und wir hatten jede menge spaß. ihre kreativität entsprechend hatte sie unter anderem ein persönliches gästebuch drucken lassen, man konnte sich schminken lassen oder mit selbstauslöser ein paar schöne momente einfangen - was wir ohne unterlass betrieben haben. 

ihr wollt gerne ein umstyling machen, habt lust auf eine neue frisur, heiratet bald oder wollt einfach einen entspannten tag mit schneiden, föhnen, fotografieren verbringen? dann gleich mal ran ans telefon und vereinbart einen termin mit lela. 

liebe lela, vielen dank für das interview und ich wünsche dir ganz viel erfolg mit deinem neuen studio - auch ich werde weiterhin deine dienste in anspruch nehmen, wird eh wieder zeit für "spitzen schneiden" ;-)





kontakt: 
the redhead e.u.
breitenseer straße 19
1140 wien
tel: +43 (0) 699 190 130 74 



Dienstag, 14. Oktober 2014

{Food} Mini-Lasagne für die Mutter


angie hat geburtstag. also nicht wirklich angie, vielmehr ihr wunderbarer blog, den ich schon seit ewigkeiten verfolge. natürlich geht es darum etwas feines zu kochen, das zu fotografieren und dann zu verbloggen. aber es ist kein blogevent wie jedes andere, denn nun ist mampfred in angies leben. somit ist es wohl klar, dass es nicht mehr länger nur um sie, sondern auch um den kleinen mampfi geht, der ebenfalls bekocht und gefüttert werden will.

das thema ist "futter für die mutter" - eigentlich selbsterklärend.
schnelle gerichte, die eine viel beschäftigte mutter rasch zubereiten und ebenso rasch - am besten einhändig - zu sich nehmen kann. lange habe ich darüber nachgedacht was ich dazu beisteuern könnte, bis mir die rettende idee kam:

mini-lasagne mit süßkartoffel-béchamel 

rezept:
1 packung strudelteig (z.b. von tante fanny)
2 mittlere zucchinis
1 glas getrocknete tomaten
1 tl basilikum (getrocknet)
1 tl majoran (getrocknet)
1 packung mozzarisella
saltz und pfeffer 
1-2 lasagneblätter
1 el olivenöl

für die süßkartoffel-béchamel: 
1 große süßkartoffel
1 el margarine
2 el dinkelvollkornmehl
200ml hafersahne
salz und pfeffer







1. beginnen wir mit dem, was am längsten dauert: die süßkartoffel muss gekocht werden. ich mache das ganz unkonventionell einfach mit schale (davor natürlich gut waschen und am besten noch abbürsten). einfach in 3-5 stücke geschnitten für etwa 20 minuten im kochenden wasser garen - sie sollte wirklich super weich sein.

2. die zucchini in mittlere würfel schneiden und die getrockneten tomaten erst abtropfen lassen und dann noch leicht hacken. in einer tiefen pfanne olivenöl heiß werden lassen und dann zucchini-würfel und tomatenstückchen darin anbraten. relativ lange, bis alles schön farbe angenommen hat. mit majoran und basilikum würzen und kurz noch weiter braten.

3. nun das backrohr auf 180 grad vorheizen. in einer muffinform die einzelnen mulden mit backpapier auslegen und dann mit strudelteig auskleiden (ich habe ihn dafür einfach vorsichtig in streifen gerissen).
schnell noch die béchamel gemacht: hierfür die margarine in einem topf schmelzen und dann das mehl mit einem schneebesen einrühren. hafersahne mit der zerdrückten süßkartoffel verrühren und damit das gemisch ablöschen. mit salz und pfeffer abschmecken.

nun wird geschichtet: zuerst die zucchini-tomaten-pfanne (so 1-2 esslöffel pro stück), darauf ein stück lasagneblatt, darauf die béchamel und zum schluss eine scheibe mozzarisella. 

zu guter letzt alles für etwa 20 minuten noch im ofen backen lassen, bis der strudelteig an den ecken braun und knusprig geworden ist.


die kleinen lasagnedingerchen schmecken nicht nur super gut, man kann auch super resteverwertung damit betreiben. ihr kennt das bestimmt auch, man hat immer noch von der letzten lasagne einige lasagneblätter irgendwo rumfliegen, die einzeln oder höchstens mal gepaart in der packung ihr dasein fristen. was die süßkartoffel-béchamel betrifft: ich würde gerne darin baden. ihr habt ja keine ahnung wie wahnsinnig restlos schmackhaft diese dicke sosse ist.
gut, ich will prinzipiell immer in béchamel baden, weil ich den geschmack in der lasagne so sehr liebe, aber in zukunft wird es wohl nur noch die version mit der süßen kartoffel geben.

warum ich nun so lange gebraucht habe, bis mir die zündende idee gekommen ist?

weil ich die perfekte mutter-zusammenstellung machen wollte.
- erster pluspunkt: locker als einarmiger mutterbandit zu verschmausen (bitte vorsicht, nicht das baby anbröseln).

- majoran und basilikum gelten als gute kräuter in der stillzeit, da sie eine milchbildende wirkung haben

- die zubereitung hat keine 15 minuten gedauert und im ofen bäckt es sich eh von alleine

- süßkartoffeln enthalten beta-karotin und stärken die abwehrkräfte von mama und baby

- wenn man nach dem stillen wieder hungrig ist, kann man die kleinen dinger auch einfach kalt genießen

liebe angie, lieber mampfi, lasst es euch gut schmecken!

Samstag, 11. Oktober 2014

{Food} Dinner mit Frau Schulz - der Hauptgang

jup, heute geht es weiter mit dem schulz'schen dinner. der hauptgang ist angerichtet und ich kann euch versprechen, dass es richtig lecker wird.

ich habe lange überlegt womit ich nach der tollen quiche noch eins draufsetzen könnte. meine rouladen vielleicht?! oder doch lieber nudeln mit einer sosse?
es sollte sich gut transportieren und wieder aufwärmen lassen ... stunden des nachdenkens später war die lösung am ende doch so einfach: ein braten! aber nicht irgendeiner, linsenbraten it was!

linsenbraten mit kartoffel-süßkartoffel-pastinaken-püree und brauner sosse

rezept:
für den linsenbraten
1 dose braune linsen
1 hand voll walnüsse (gehackt)
3 el geschroteter leinsamen + 5 el wasser
2 knoblauchzehen
2 kleine, gelbe zwiebeln
1/4 sellerieknolle
3 mittlere karotten
1/2 apfel
4 el dinkelsemmelbrösel
2 el frischer thymian (gehackt)
1 el ahornsirup
2 el vegane barbecue-sosse, cherrytomaten, rosmarin
salz und pfeffer, 1 el apfelmus+1el barbecue = glasur

für die braune sosse
2 karotten, 2 portobello-pilze 
1/2 stange lauch
1/4 sellerie
1/4 hokkaido kürbis
1 schuss rotwein + 400ml gemüsebrühe
2 el preiselbeermarmelade


1. den backofen auf 180 grad vorheizen. danach die zwiebeln in kleine würfel hacken, die karotten und den halben apfel raspeln und den sellerie in würfel schneiden. alles zusammen in etwas olivenöl in einer großen pfanne anbraten. dann den gehackten knoblauch zugeben und mitbraten.

2. nun den leinsamel mit wasser vermischen und für mindestens 5 minuten quellen lassen.
in einer zweiten pfanne die walnüsse rösten, mit ahornsirup glasieren und den thymian mitbraten. alles zusammen mit den linsen in einer großen schüssel vermischen und die restlichen braten-zutaten zugeben. so lange mischen, bis die semmelbrösel nicht mehr zu sehen sind und alles eine eher matschige konsistenz angenommen hat.

3. nun eine kastenform mit backpapier auslegen und die mischung mit einem löffel hineinstreichen. zuletzt noch das apfelmus mit der restlichen barbecue-sosse vermischen und als oberste schicht auf den braten streichen. mit cherrytomaten und rosmarin garnieren und für 50 minuten im ofen backen.

4. alle zutaten für die braune sosse hacken und in einer tiefen pfanne anbraten. mit dem rotwein ablöschen und mit gemüsebrühe aufgießen. so lange einkochen lassen, bis nur noch wenig flüßigkeit in der pfanne ist und danach in der küchenmaschine pürieren. mit preiselbeermarmelade, salz und pfeffer abschmecken.

5. für das püree eine süßkartoffel, zwei pastinaken und etwa 250g püreekartoffeln schälen, vierteln und in wasser weich kochen. abgießen, mit muskatnuss würzen, einen schuss pflanzenmilch untermengen und dann heißt es stampfen, bis die stückchen zu einem glatten püree geworden sind.


angerichtet wird der braten dann zusammen mit püree und sosse, am besten schmeckt es, wenn man alles miteinander vermantscht (so wie angie es machen muss, weil sie mit mampfi immer nur eine hand zum essen frei hat).

die sosse ist super einfach zubereitet aus wenigen zutaten und macht total was her, weil sie super zum braten passt und sich auch am nächsten tag noch gut macht. die cherrytomaten geben durchs mitbacken noch etwas saftigkeit und süße an den braten ab, was ihn zu einem besonderen geschmackserlebnis werden lässt.
den braten kann ich mir auch toll als weihnachtsessen vorstellen, da er eigentlich rasch gemacht ist und dann nur noch ganz alleine im ofen vor sich hinkochen muss. außerem kann man ihn je nach geschmack variieren; ich habe tags darauf zum beispiel eine variante mit zusätzlichen gekochten maronen gemacht.

mögt ihr linsenbraten bzw. habt ihr eine lieblingskombination?

heute gibts mal kein klassisches outfitfoto, sondern ein outfit in kombination mit frau schulz erinnerungen:

fake lederjacke, shorts :: zara / schal :: h&m / kleid :: h&m / weste :: zara / strumpfhose :: h&m / 
uhr :: daniel wellington / schuhe :: biker boots


fehlt nur noch die nachspeise...

Mittwoch, 8. Oktober 2014

{Food} Vegan Wednesday #111 - Dinner mit Frau Schulz - die Vorspeise

endlich endlich schaffe ich es auch wieder beim vegan wednesday teilzunehmen. musste auch mal wieder sein, vor allem bei der tollen schnapszahl diese woche.  

am wochenende hatte das große warten endlich ein ende; der lang erwartete besuch von frau schulz stand vor der tür.

am freitag kam frau schulz nachmittags in wien an und angie und ich hatten bereits etwas geplant. um 7 gings direkt ins home made zum pop it up. dort angekommen warteten schon yvi und alex, um einen lustigen abend mit bagels, kuchen und netten gesprächen zu verbringen.

samstags war dann tagsüber programm mit angie und mampfi angesagt und für den abend hatten wir ein dinner geplant. der wunsch von angie und frau schulz war es von mir bekocht zu werden. nachdem mampfi aber auch irgendwann ins bettchen muss hatte ich einen lieferservice geplant. pünktlich um 19 uhr stand ich dann also mit voll gepackten taschen vor angies wohnung, bereit für die große fresskalation.
denn wenn man mir sagt, dass man bekocht werden möchte, dann gibts da nicht bloß einen schnöden gang; nein, es gibt natürlich ein ganzes menü.

in den nächsten tagen stelle ich euch das gesamte menü vor. auf instagram und facebook gabs ja bereits einen kleinen vorgeschmack dazu.


heute starten wir mit der vorspeise des herbstlichen menüs; der kürbis-lauch-quiche mit tofuspeck.


rezept:
für den mürbteig
340g dinkel vollkornmehl
100g wasser
140g margarine (nicht zu hart)
1tl salz

für die füllung
1 große stange lauch
1 block räuchertofu
1/2 hokkaido kürbis (eher klein)
500ml hafersahne
1 el joya cremesse 
50g kartoffelstärke
200g kürbispüree
etwas geriebene muskatnuss
salz und pfeffer aus der mühle
olivenöl zum anbraten und margarine zum fetten der form





1. losgelegt wurd mit der herstellung des mürbteigs. hierfür alle zutaten in einer großen schüssel mit den händen durchkneten, bis eine feste teigkugel entstanden ist. danach in folie gehüllt für eine halbe stunde im kühlschrank ruhen lassen.

2. während der ruhezeit den lauch in dünne streifen schneiden und den tofu klein würfeln. in einer tiefen pfanne olivenöl erhitzen und den tofu darin schön knusprig anbraten. dann den lauch zugeben und die kürbiswürfel und weiter braten, bis alles weiche geworden ist. backrohr schonmal auf 180 grad vorheizen.

3. hafersahne, cremesse, kürbispüree und kartoffelstärke in einer schüssel miteinander vermengen und mit muskatnuss, salz und pfeffer würzen.
nach der ruhezeit des teiges eine springform einfetten und den teig gleichmäßig in die form drücken. wichtig ist ihn an den seiten schön hoch zu ziehen, damit die füllung ordentlich platz hat.

4. tofu, lauch und kürbis zuerst in den teig füllen und danach mit der hafersahne-mischung aufgießen. 
nun kommt das ganze nur noch für etwa 45 minuten in den ofen. die quiche ist fertig, wenn die sahnemischung schön fest geworden ist.


ich habe diese quiche zum aller ersten mal gemacht, aber mit sicherheite nicht zum letzten. die füllung ist herrlich cremig geworden dank des extra kürbispürees. zudem hilft es auch noch die farbe herbstlich aufzupeppen.

ich persönlich hätte ehrlich nicht gedacht, dass die füllung so schnittfest wird und auch noch so wunderbar schmeckt. ich bin jedenfalls großer fan dieser quiche-variante (abgesehen davon, dass ich kürbis liebe und ja versprochen hatte, dass es im oktober nur regionale gerichte gibt).
auch die mädels waren gleich überzeugt und schon am sonntag war die quiche geschichte und hatte unsere bäuche gefüllt.

seid gespannt, denn es geht bald mit dem hauptgang weiter; ich sage nur es wird bratig und richtig lecker!

... to be continued ...

Dienstag, 7. Oktober 2014

Vegan Wednesday #111 - hier wird gesammelt

da wars wieder so weit, ich habe diese woche wieder die ehre eure beiträge zu sammeln.

ich wünsche mir fotos, die mein herzlein erwärmen, weils mittlerweile schon gar recht kalt ist draußen und ich schon nur noch mit der wärmeflasche kuschle.

was der vegan wednesday eigentlich ist und wieso jede woche zahlreiche fotoverrückte veganer ihr essenstagebuch abliefern? alle infos dazu findet ihr hier.

gesammelt wird wie immer bis samstag, am sonntag erstellen wir dann das board zum 111 vegan wednesday und freuen uns auf eine bunte mischung, an der wir uns alle ergötzen können.